Vision matters

April 2, 2016

Die Vision, der Funke, mit dem alles beginnt! Auf zu neuen Ufern.

 

 

 

Mein Feuer entflammte angesichts eines vordergründig recht simplen Problems. Wie orientiere ich mich unter Wasser in komplexen Riffen. Die Taucher unter uns haben das vielleicht schon erlebt.
 

Tauchsafari, Sonne, Meer wohin man sieht und der Anker ist an einem der schönsten Riffe im Roten Meer gesetzt. Man nimmt den Kompasskurs erst vor dem Einstieg und nicht schon beim Briefing, beim Anrödeln, also dem fertig machen und anlegen des Tauchequipments, werden die Leinen nochmals umgelegt, ohne dass man sich dessen bewusst ist und hat dann 1 Stunde lang Zeit sich anstatt Korallen wunderschönen Sand anzusehen. Soweit das Auge reicht. Hey, nichts gegen Sand, spannende Sache, Sand.

Nicht nur, dass einem die unglaubliche Artenvielfalt in einem Korallenriff entgeht, mit hunderten Fischarten und unzähligen bunten Korallen. Denn auch wenn man durch diese atemberaubende Welt taucht kann man schnell einmal die Orientierung verlieren. Meterlange Korallenzungen, tiefe Einschnitte und Korallenblöcke die sich stark ähneln sind schwierig zu betauchen. Vor allem wenn man, bei einer Sichtweite von rund 30 Metern, eigentlich keine Vorstellung davon hat, wie so manche Labyrinthe grundsätzlich topografisch aussehen. Und nicht zuletzt hat man nur einen begrenzten Luftvorrat um wieder zum Einstieg oder zum Boot zurück zu kommen. 

 

Damals setzte sich eine Idee in meinem Kopf fest die mein Leben für immer verändert hat. Mein Ziel war es eine Software bzw. App zu entwickeln in der Tauchplätze und Riffe dreidimensional in hoher Qualität interaktiv "betaucht" werden können. Zweck: eine umfassende Tauchgangsplanung mit erstmals georeferenziertem Kartenmaterial. Denn, bis heute gibt es kaum georeferenzierte Unterwasserkarten. Kaum jemand weiß, wie groß Riffe eigentlich wirklich sind.

 

2008, 3 Monate nachdem ich mir das in den Kopf gesetzt hatte, zog ich also, mit einem Businessplan, der Grundfinanzierung und viel Technik im Gepäck, nach Ägypten. Mit 100 Tauchgängen sowohl ein Frischling im Tauchsport als auch in der Softwareentwicklung. Kein Plan von nichts aber eine Vision. 

 

Jemand hat einmal zu mir gesagt, "egal wieviel du um die Ohren hast und besonders wenn alles drunter und drüber geht, nimm dir Zeit, geh einen Schritt zurück und überprüfe ob das was du tust wirklich noch deiner Vision entspricht. Es ist nie zu spät es zurechtzurücken".

Auch wenn dieser Mensch seinen eigenen Rat nicht beherzigt hat, ist es zu einem meiner Leitsprüche geworden. 

 

Heute bin ich froh über meine Entscheidung von damals und den Mut, diesen Schritt zu gehen. Wie für viele Gründer, meist von StartUps, begann auch für mich damals die Zeit der großen Achterbahnfahrt. In den Achterbahngeschichten werde ich Euch ein bisschen davon erzählen.

 

 

 

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